Österreich
 
Einwohner:
 

 
8 Millionen - achtmal so viele wie Köln

Hauptstadt:
 

 
Wien

Typische Vornamen:
 

 
Für Männer: Lukas, Michael, Daniel

 
Für Frauen: Julia, Lisa, Sarah

Besonderheiten des Alltags:
 

 
Ab tausend Meter Berghöhe duzen sich alle - auch Kleinbauer und Bundespräsident.
 

 
Österreicher haben einen erstaunlichen Titel-Fetisch: Wer ein entsprechendes Uni-Studium hat, wird völlig ironiefrei als "Herr Magister" angesprochen. Der Titel steht dann sogar im Reisepass, im Personalausweis und im Führerschein. Und wer den "Herrn Magister" heiratet, wird automatisch "Frau Magister". Verbreitet sind auch: "Herr Kommerzialrat", "Herr Hofrat", "Herr Doktor" und andere.
 

 
Österreicher sprechen ein sehr spezielles Deutsch. Die Aprikose heißt zum Beispiel "Marille", die Kartoffel ist ein "Erdapfel", und ein "Topfen" ist nichts anderes als Quark.
 

 
Absolute Pflicht ist ein Glas Wasser zum Kaffee. Kommt im Restaurant oder Kaffeehaus auch automatisch.
 


 


 


 


Das sagt man ihnen nach:
 

 
Österreicher aus der Ruhe zu bringen oder mit Neuerungen zu beeindrucken, kostet Energie, Zeit und Nerven. Davon zeugen Reaktionen wie: "Das hamma noch nie gemacht", "Das hamma immer schon so gemacht" oder "Da könnt ja jeder kommen!"
 

 
Tradition und Gemütlichkeit sind angesagt.

Platte Klischees:
 

 
Österreicher rennen mit Trachtenjanker und Tiroler-Seppl-Hut auf die Straße, führen ein Leben wie Heidi auf der Alm und steigen zum Schlafen ins duftende Heu. Aber nur, wenn sie nicht gerade jodeln oder Alphorn spielen.

Das solltet ihr euch dort verkneifen:
 

 
Mit Sommerreifen und ohne Schneeketten auf Alpenpässe zusteuern - die Schadenfreude bei Österreichern ist Jahr für Jahr immens.
 

 
"Wandernadeln" jagen. Das sind Auszeichnungen, oft auch Stempel, die Wanderer auf Berghütten sammeln können. Hat man genug, kriegt man eine Ansteck-Nadel vom Tourismusverein. Ist super spießig.

 

 
"Kaffee" auf der ersten Silbe betonen - das gilt als deutsche Unart. In Österreich muss es etwa "Kaffeeeeeeeee" heißen.

Das sollte man gegessen haben:
 

 
"Topfengolatschen" (Quark-Taschen, oft mit Aprikosen gefüllt), dazu einen "Fiaker" (verlängerter Mocca mit Rum), Palatschinken (Omelette, Pfannkuchen) mit unterschiedlichsten Füllungen wie Schoko, Käse, Spinat oder Marmelade, Kaiserschmarren, Germknödel, Wiener Schnitzel, Sachertorte.

Beliebtes Sprichwort:
 

 
"Des is zum Kren-Reiben!" - "Vergiss es!" "Kren" ist österreichisch für Meerrettich.
 

 
"Was heut' nicht geht, geht morgen."

Schimpfwort, das ihr euch verkneifen solltet:
 

 
"Schneebrunzer" - wörtlich: jemand, der in den Schnee pinkelt. Wird verwendet für ältere, gebrechliche Herren und Menschen ohne Antriebskraft. Außerdem "Mostschädel", "Nudelaug", "Wappler" und "Hat's dir ins Hirn gschissen?"

Image der Deutschen:
 

 
Fleißig, pünktlich, ordentlich, langweilig, überheblich. Deutsche sind immer gleich beleidigt. Als typisch deutsch gilt zum Beispiel die Touristen-Drohung: "Wir reisen ab!" Außerdem bügelte 2001 ein deutscher Rentner mit seinem Auto den weltbesten Skifahrer Hermann Maier vom Motorrad - ein österreichisches Nationalidol. Die Beliebtheit der Deutschen erreichte den Nullpunkt.

Spitznamen für Deutsche:
 

 
"Piefke", "Büffel"
 


 


 


 


Typische Feste und Bräuche:
 

 
Eine Woche nach Karneval treiben West-Österreicher den Winter aus. Dabei fackeln sie einen "Funken" ab - einen mühsam und kunstvoll gebauten Holz-Berg. Zur allgemeinen Erheiterung gibt's dazu Glühwein, Kuchen und Schnaps.

Superlative und wichtiges Wissen:
 

 
Der Österreicher Harry Egger hält mit 248 km/h (!) den Geschwindigkeits-Weltrekord auf Skiern. Der Mann nennt sich "Speed-Skifahrer" und beschleunigt schneller als ein Porsche - von 0 auf 200 km/h in 11 Sekunden.
 

 
Den längsten Applaus aller Zeiten gab es 1991 in der Wiener Staatsoper: Er dauerte eine Stunde und 20 Minuten und galt Placido Domingo. Zum Dank musste er sich über hundertmal verneigen.
 

 
In der Nähe von Wien wurde das erste Lagerbier gebraut.
 

 
Höchstgelegene Schnellzug-Station Europas (St. Anton am Arlberg: 1.304 Meter)

Darauf kann das Land stolz sein:
 

 
Berühmte Wintersportler und tausende erstklassige Pisten-Kilometer
 

 
Der Film "Sieben Jahre in Tibet" mit Brad Pitt wurde in Österreich gedreht.
 

 
In fast jedem Fluss, Bach und See ist kristallklares Trinkwasser.
 

 
Horden weltberühmter Komponisten wie Mozart, Strauss, Haydn, Bruckner, Mahler und andere

Schmerzhaft für das Land:
 

 
1992 hat die österreichische Fußball-Nationalmannschaft bei einem EM-Qualifikationsspiel 0:1 gegen die Färöer-Inseln verloren. Auch nicht schlecht war das 0:9 im Jahr 1999 gegen Spanien.

Bekannte Österreicher:


 
Arnold Schwarzenegger, Niki Lauda, Arabella Kiesbauer.

Musik-Export:


 
Falco, DJ Ötzi, Wolfgang Amadeus Mozart, Kruder & Dorfmeister, Udo Jürgens, Hansi Hinterseer, Schürzenjäger, Klostertaler.


(vollständige Online-Fassung hier: Eins Live)